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In Honduras wurde am 21.05.2026 der erste importierte Masernfall bestätigt. Betroffen ist ein 40-jähriger Mann aus dem Departamento Yoro, der nach einem Aufenthalt in Guatemala über den Grenzübergang Agua Caliente eingereist war. Der Patient hielt sich zuvor sechs Monate in Petén (Guatemala) auf, wo derzeit ein größerer Masernausbruch besteht.

Erreger: Masernvirus (Virusinfektion).

Übertragung: Hochansteckend durch Tröpfcheninfektion und Aerosole.

Inkubationszeit: Meist 10–14 Tage.

Symptome: Fieber, Husten, Bindehautentzündung, Hautausschlag und allgemeines Krankheitsgefühl.

Komplikationen: Lungenentzündung, Gehirnentzündung und schwere Verläufe insbesondere bei ungeimpften Säuglingen und immungeschwächten Personen möglich.

Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie; Behandlung erfolgt symptomatisch. Schutz durch Impfung möglich.

Bewertung der Situation

Die honduranischen Behörden gehen derzeit nicht von einer lokalen Übertragung aus. Neun Kontaktpersonen wurden identifiziert und isoliert. Das Risiko weiterer importierter Fälle bleibt jedoch erhöht, solange der große Ausbruch in Guatemala anhält.

Honduras gilt seit 1997 als frei von endemischen Masern, weist jedoch Impflücken auf. Die Impfquote liegt unter der für einen sicheren Gemeinschaftsschutz erforderlichen Schwelle. Dadurch besteht insbesondere in Regionen mit eingeschränktem Zugang zur Gesundheitsversorgung ein Risiko für lokale Übertragungsketten.

Für Reisende in die Region besteht insbesondere bei fehlendem Impfschutz ein erhöhtes Infektionsrisiko. Unternehmen mit Mitarbeitenden in Mittelamerika sollten Impfstatus und Präventionsmaßnahmen überprüfen.

Empfehlungen

Reisende: Impfstatus gegen Masern überprüfen und fehlende Impfungen vor Reiseantritt nachholen; bei Symptomen nach Rückkehr frühzeitig medizinische Abklärung veranlassen.

Unternehmen: Mitarbeitende über die aktuelle Lage informieren, Impfstatus kontrollieren und Hygienemaßnahmen sowie medizinische Meldewege sicherstellen.

Quelle der Meldung

Honduranisches Gesundheitsministerium / La Prensa / swissinfo

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