Im Distrikt Naogaon (Rajshahi-Division, Bangladesch) wurde Anfang Februar 2026 ein tödlicher Nipahvirus-Fall bestätigt. Eine Frau erkrankte nach wiederholtem Konsum von rohem Dattelpalmensaft und verstarb kurz nach Krankenhausaufnahme. Kontaktpersonen blieben bislang negativ getestet.

Erreger: Nipahvirus (Virus, zoonotischer Henipavirus).

Übertragung: Kontakt mit Ausscheidungen infizierter Flughunde (z. B. über kontaminierten rohen Dattelpalmensaft), direkter Kontakt mit infizierten Tieren oder Übertragung von Mensch zu Mensch über Körperflüssigkeiten.

Symptome: Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Erbrechen, Schwäche; später neurologische Symptome wie Verwirrtheit, Krampfanfälle und Enzephalitis.

Komplikationen: Schwere Hirnentzündung, Atemversagen, Koma; hohe Sterblichkeitsrate.

Therapie: Keine spezifische antivirale Therapie oder Impfung verfügbar; intensivmedizinische supportive Behandlung.

Bewertung der Situation

Für die lokale Bevölkerung besteht ein erhöhtes Risiko, insbesondere durch den Konsum von rohem Dattelpalmensaft. Für Reisende ist das Risiko bei Beachtung von Hygieneregeln gering. Auswirkungen auf Deutschland sind derzeit sehr gering. Unternehmen mit Entsendungen tragen ein begrenztes, aber relevantes Gesundheitsrisiko.

Empfehlungen

Reisende: Keinen rohen Dattelpalmensaft konsumieren, Kontakt zu Fledermäusen und kranken Personen vermeiden, Hygieneregeln beachten und bei Symptomen frühzeitig medizinische Hilfe suchen.
Unternehmen: Mitarbeitende über Übertragungsrisiken informieren, betriebsärztliche Vorsorge sicherstellen, Verhaltensregeln zu Lebensmittelsicherheit festlegen.

Quelle der Meldung

WHO / Reuters / Dushi